3 HLS-Exkursion nach Steyr – Deloitte und Stollen der Erinnerung
Zukunftsperspektiven bei Deloitte
Der erste Teil unserer Exkursion führte uns zu Deloitte, einem der weltweit führenden Prüfungs- und Beratungsunternehmen. Für die Schülerinnen bot dieser Besuch einen faszinierenden Einblick in die moderne Arbeitswelt. In spannenden Vorträgen – unter anderem von Absolventinnen unserer Schule – sowie anhand praxisnaher Fallbeispiele erfuhren wir, wie digitale Transformation, Consulting und Wirtschaftsprüfung in der Praxis umgesetzt werden. Besonders beeindruckend waren der Fokus auf Innovation sowie die internationale Vernetzung des Unternehmens. Der Besuch eröffnete den Schülerinnen wertvolle Perspektiven auf vielfältige Karrierewege in einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Wirtschaft.
Erinnerungskultur im Stollen der Erinnerung
Nach den zukunftsgewandten Eindrücken der Business-Welt folgte am Nachmittag ein bewusster, tiefgründiger Kontrast in Steyr. Wir besuchten den „Stollen der Erinnerung“, eine zeitgeschichtliche Ausstellung im ehemaligen Luftschutzbunker unter dem Schloss Lamberg. Dieser historische Ort setzt sich intensiv mit der Rolle von Steyr während des Nationalsozialismus und dem Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der lokalen Rüstungsindustrie auseinander. Das Begehen des dunklen, kühlen Stollens erzeugte eine spürbare, bedrückende Atmosphäre, die uns alle tief bewegte. Die historischen Dokumente und persönlichen Einzelschicksale vor Augen zu haben, regte uns zu intensiven Diskussionen über Demokratie, Menschenrechte und die Verantwortung unserer eigenen Generation an.
Diese Exkursion war durch die Gegenüberstellung von hochmoderner Wirtschaft und mahnender Zeitgeschichte sehr abwechslungsreich. Sie hat uns einerseits berufliche Horizonte aufgezeigt und andererseits das Bewusstsein dafür geschärft, wie wichtig das Lernen aus der Vergangenheit für eine verantwortungsvolle Gestaltung der Zukunft ist. Die Verknüpfung von globaler Wirtschaftsorientierung am Vormittag und regionaler Geschichtsaufarbeitung am Nachmittag bot uns eine außergewöhnliche und nachhaltige Perspektive.
Mag. Kathrin Strasser und Mag. Margit Schoder









