Gedenkort Hartheim und ZOE
2 FSB und 3 HLS gemeinsam mit Frau Prof. Schoder und Frau Prof. Huber auf Exkursion
Der erste Programmpunkt führte zum Schloss Hartheim, einem bedeutenden Ort der Zeitgeschichte. Bereits bei der Ankunft wurde deutlich, dass es sich hierbei um weit mehr als ein historisches Gebäude handelt – nämlich um einen zentralen Erinnerungs- und Lernort.
Aufgeteilt in 2 Gruppen erhielten die Schülerinnen Einblicke in die Geschichte des Schlosses vor der Zeit des Nationalsozialismus. Ursprünglich als Renaissancebau errichtet, wurde es im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlich genutzt. Besonders intensiv wurde anschließend die Zeit des Nationalsozialismus thematisiert. Schloss Hartheim war eine der zentralen Tötungsanstalten im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“. In dieser Phase wurden rund 30 000 Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen ermordet.
Während der Führung wurde nicht nur die historische Entwicklung erläutert. Es wurde auch deutlich, dass hinter jeder Zahl ein Mensch mit einer eigenen Lebensgeschichte stand.
Nach dem Besuch in Hartheim machten wir uns auf den Weg nach Linz zu ZOE, einer Beratungsstelle für Schwangere in Linz. Dort berichtete eine Hebamme offen und einfühlsam über ihre Arbeit. Im Mittelpunkt standen Themen wie Verhütung, Schwangerschaft, Geburt und Schwangerschaftsabbruch. Die Schülerinnen hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich mit diesen sensiblen Themen auseinanderzusetzen. Die Einblicke in die psychosoziale Beratung zeigten, wie bedeutend Unterstützung und Verständnis in herausfordernden Lebensphasen sind.
Insgesamt war die Exkursion für die 3 HLS eine sehr bereichernde Erfahrung. Die Verbindung von historischer Aufarbeitung und aktuellen sozialen Themen machte den Tag besonders vielfältig und nachhaltig.
Christa Huber




