Eindrucksvolle Erfahrung – Frühstück im Dunkeln in Linz
Im Rahmen einer Exkursion besuchte unsere Klasse gemeinsam mit Frau Prof. Schoder und Frau Prof. Huber am 26. März das Projekt „Frühstück im Dunkeln“ in Linz. Diese besondere Erfahrung ermöglichte uns, den Alltag von blinden und sehbehinderten Menschen besser zu verstehen und selbst nachzuempfinden.
Zu Beginn erhielten wir Einblicke in das Leben von Edith, die uns ihre persönliche Lebensgeschichte erzählte. Sie berichtete, dass sie im Alter von 15 Jahren durch ein Glaukom (Grüner Star) stark sehbehindert wurde und schließlich vollständig erblindete. Trotz dieser großen Herausforderung ließ sie sich nicht entmutigen. Besonders beeindruckend war, dass sie im Sport sehr erfolgreich war und dort auch ihren Ehemann kennenlernte. Edith strahlte während ihres Erzählens so viel Positives aus und vermittelte Mut und Lebensfreude.
Anschließend nahmen wir an einem Sensibilisierungstraining im Blindenbereich teil, das von Barbara geleitet wurde. Auch sie erzählte uns von ihrem Schicksal: Durch die Krankheit Multiple Sklerose verlor sie nach und nach ihr Sehvermögen. Trotz dieser schwierigen Situation wirkte auch sie sehr fröhlich und offen.
Im praktischen Teil lernten wir, wie sich blinde Menschen im Alltag orientieren. Wir durften selbst mit einem Blindenstock gehen und bekamen einen Eindruck davon, wie wichtig das Orientierungstraining ist. Außerdem wurden uns verschiedene Hilfsmittel gezeigt, die blinden Menschen den Alltag erleichtern, wie zum Beispiel digitale Medien, Farberkennungsgeräte, eine sprechende Uhr, eine sprechende Waage sowie eine spezielle Schreibmaschine für Blinde.
Insgesamt war die Exkursion eine sehr interessante und beeindruckende Erfahrung. Wir konnten viel Neues lernen und entwickelten ein besseres Verständnis für die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten im Leben von blinden Menschen.
Mag. Christa Huber







